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Quelle: Wikipedia

Wasungen ist eine Stadt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen in Deutschland, 12 km nördlich von Meiningen gelegen. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Wasungen-Amt Sand, der weitere zehn Gemeinden angehören.

 

Wasungen wurde in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Fulda 874 als Vuasunga erstmals urkundlich erwähnt. Der edle und sehr reiche Siegfried von Wasungen wurde erst kurz nach seinem Tod 1157 und die Burg 1190 erwähnt. Sein Geschlecht war mit den Grafen von Henneberg verwandt. Die von 1228 bis 1265 genannten Herren von Wasungen sind nicht exakt einer Familie zuzuordnen. Eindeutig gehört aber der 1265 erwähnte Friedrich zu den Wasungern. Er war Ministerialer des Grafen von Henneberg. 1274 gehörte dann Wasungen der Grafenlinie Henneberg-Schleusingen. Die Burg Wasungen wurde Amtssitz und wurde auch später mehrfach verpfändet. Im Bauernkrieg 1525 wurde sie im Gegensatz zu vielen anderen Burgen der Gegend nicht zerstört. Später wurden die Gebäude zu einer Domäne umgestaltet und mit einem Pächter besetzt. 1660 kam Wasungen zu Sachsen-Gotha und 1672 an Sachsen-Meiningen. Heute ist das Burggelände ein Hotel-Restaurant und Ausflugslokal.

Für 1308 lässt sich das Stadtrecht nachweisen.

Wasungen war 1597–1668 von Hexenverfolgung betroffen. 22 Frauen gerieten in Hexenprozesse, sieben wurden verbrannt, eine starb unter der Folter, eine im Kerker. Erste Opfer waren Margaretha Zöllner und ihre Tochter.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mindestens zehn Einwohner(innen) Opfer der Zwangssterilisation. Während des Zweiten Weltkrieges mussten 130 Kriegsgefangene, Militärinternierte sowie Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern in Wasungen Zwangsarbeit leisten. Im hiesigen Kriegsgefangenen-Lazarett starben 295 Personen. An die sowjetischen Opfer des Lagers erinnert ein 1948 auf dem Hungerberg errichteter Gedenkstein, ein Obelisk und ein weiterer Gedenkstein befinden sich auf dem Friedhof.